Wohnen und Zusammenleben
Die Zukunft des Ostends
Das Ostend ist seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in permanentem Wandel begriffen. Der ehemals stark jüdisch geprägte Stadtteil barg auch viele Arbeitsplätze im industriellen Bereich, eine große Bedeutung kam ab 1928 der Großmarkthalle und natürlich auch dem Hafen zu.
In den letzten Jahren entstand rund um die Hanauer Landtraße die Kreativmeile. Es besteht ein großes kulturelles Angebot im Ostend mit Theatern, dem Zoo, dem Künstlerhaus Mousonturm, Alteliers, Film-, Medien- und Werbewirtschaft.
Heute leben im Ostend ca. 27.000 Menschen. Es gibt nicht DAS Ostend, sondern ein nördliches und ein südliches Ostend, die sehr unterschiedlich sind. Der Altersdurchschnitt liegt bei 42,85 Jahren.
Bau der EZB 2014 - Einschneidende Veränderungen?
2014 wird die EZB in ihr neues Gebäude im Ostend einziehen. Sie wird von da an den Stadtteil entscheidend mit prägen. Es herrscht zum Teil große Verunsicherung in der Bevölkerung, ob durch den Zuzug der EZB ins Ostend die Mieten steigen werden. Zwar gibt es noch einen erheblichen Anteil an öffentlich geförderten Wohungen im Ostend, aber gerade auch am Mainufer sind in erheblichem Umfang teure Eigentumswohungen entstanden.
Des Weiteren gibt es zu wenig Treffpunkte im Stadtteil, keinen Mittelpunkt, wenig Vereine, kaum Cafès oder Kneipen. Während das südliche Ostend relativ gut versorgt ist, gibt es im nördlichen Ostend nur eine unzureichende Nahversorgung.
Da die AWO Frankfurt in der Henschelstraße im Ostend ihre Geschäftsstelle hat und auch mit dem August-Stunz-Zentrum sich eine ihrer größten Einrichtungen im Ostend befindet, wollen wir uns einbringen in die Diskussion um die Zukunft des Stadtteils und auch gemeinsam mit Initiativen, Vereinen, Bewohnern Vorschläge erarbeiten.
Die erste Möglichekit zur Begegnung haben wir mit dem Arnsberger Frühlingsfest auf dem Paul-Arnsberg-Platz in diesem Jahr gemeinsam mit dem Nachbarschaftszentrum Ostend, dem Internationalen Familienzentrum, dem Jüdischen Kulturverien, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft sowie der SPD Ostend geschaffen. Dieses Fest soll nun jährlich stattfinden.
Auch werden wir als AWO unsere Aktion "Sorgensammler" im Rahmen unserer Kampagne Solidarische Stadtgesellschaft im Ostend machen: Wir sammeln die Sorgen und Anregungen in den Stadtteilen, werten sie aus und leiten sei dann weiter an die Kommunalpolitik!
